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<title>Motorische Entwicklung</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Motorische Entwicklung</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p>Als <b>motorische Entwicklung</b> wird die Entwicklung aller Bewegungsabläufe des menschlichen Körpers während des Heranwachsens bezeichnet.
</p><p>Dabei unterscheidet man zwischen der grob- und feinmotorischen Entwicklung. Grobmotorik umfasst die Bewegungen von <a href="Kopf" title="Kopf">Kopf</a>, <a href="Schulter" title="Schulter">Schulter</a>, <a href="Rumpf_(Anatomie)" title="Rumpf (Anatomie)">Rumpf</a>, <a href="Becken_(Anatomie)" title="Becken (Anatomie)">Becken</a>, <a href="Arm" title="Arm">Armen</a> und Beinen. Die Bewegung von <a href="Finger" title="Finger">Fingern</a>, <a href="Zehe_(Fu%C3%9F)" title="Zehe (Fuß)">Zehen</a> und <a href="Gesicht" title="Gesicht">Gesicht</a> zählen zum feinmotorischen Bereich. Die motorische Entwicklung hat Einfluss auf die gesamtkörperliche Gewandtheit und Beweglichkeit, die feinmotorische <a href="Geschicklichkeit" title="Geschicklichkeit">Geschicklichkeit</a>, das Gleichgewichtsvermögen, die Reaktionsfähigkeit, die <a href="Sprungkraft" title="Sprungkraft">Sprungkraft</a> und <a href="Schnelligkeit" title="Schnelligkeit">Schnelligkeit</a>, die Bewegungsgenauigkeit und die Koordinationsfähigkeit.<sup id="cite_ref-:1_1-0" class="reference"><a href="#cite_note-:1-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Entwicklung der Motorik verläuft nach dem Prinzip der cephalo-caudalen Entwicklungsrichtung (vom Kopf über den Rumpf zu den Armen und Beinen). Zuerst gelingt die Kontrolle der körperzentralen Muskeln, später die Kontrolle der von der Körpermitte weiter entfernten, feineren Muskeln (Prinzip der proximodistalen Entwicklungsrichtung). Während der Entwicklung der Koordination der beiden Körperhälften, findet ein fortlaufender Wechsel in der Dominanz zwischen Beugern und Streckern bei gleichzeitigem periodischen Wechsel von unilateralen (bzw. gekreuzt lateralen) zu bilateralen Muskelgruppen statt (Prinzip der reziproken Verflechtung).
</p><p>Die Entwicklung der Motorik setzt bereits vor der Geburt ein. Acht bis zwölf Wochen alte <a href="F%C3%B6tus" title="Fötus">Föten</a> zeigen spontane Bewegungen, die nicht als reines Ausagieren von <a href="Reflex" title="Reflex">Reflexen</a> verstanden werden können. So werden bereits zwischen der 12. und 16. <a href="Schwangerschaftswoche" class="mw-redirect" title="Schwangerschaftswoche">Schwangerschaftswoche</a> Räkeln, Strecken und <a href="G%C3%A4hnen" title="Gähnen">Gähnen</a> beobachtet. Die Aktivitäten nehmen zu, bis sie dann durch die zunehmende Enge und den Aufbau von Steuerungsmechanismen wieder begrenzt werden. Bei <a href="S%C3%A4ugling" title="Säugling">Säuglingen</a> und <a href="Kleinkind" title="Kleinkind">Kleinkindern</a> ist dann ein kontinuierlicher Leistungsanstieg in der Motorik zu beobachten.<sup id="cite_ref-:2_2-0" class="reference"><a href="#cite_note-:2-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der Sinn solcher früher Bewegungsmuster wird in der Literatur aus unterschiedlichen Sichtweisen erklärt: Die frühen Bewegungsmuster können als Aktivität des sich ausdifferenzierenden Nervensystems, als Feinanpassung motorischer Abläufe, als Abbau überzähliger neuronaler Verknüpfungen oder als Bahnungshilfe zukünftiger wichtiger Funktionen verstanden werden. Nur einige der hier auftretenden Bewegungsmuster bleiben über den weiteren Lebenslauf erhalten.<sup id="cite_ref-:2_2-1" class="reference"><a href="#cite_note-:2-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p><a href="Neugeborenes" title="Neugeborenes">Neugeborene</a> verfügen über eine Reihe von Reflexen, wovon angenommen wird, dass nur ein Teil für die weitere motorische Entwicklung und den Aufbau spezifischer Bewegungsmuster grundlegend oder bahnend ist. Die Ausprägung und Präsenzdauer der unterschiedlichen Reflexe geben wichtige Hinweise auf den Reifungsgrad und den Entwicklungsstand der Neugeborenen und Säuglinge.<sup id="cite_ref-:2_2-2" class="reference"><a href="#cite_note-:2-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Stufen_nach_Alter">Stufen nach Alter</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Bis_15_Monate">Bis 15 Monate</h3></div>
<p>Im <b>Kleinstkindalter</b> (bis 15 Monate) ist die wichtigste Fähigkeit, die vom Kind erlernt werden muss, das selbständige Fortbewegen. In diesem Alter wird auch das Greifen, eine ebenso wichtige Fähigkeit, erlernt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="15_Monate_bis_3_Jahre">15 Monate bis 3 Jahre</h3></div>
<p>Im <b>Kleinkindalter</b> (15 Monate bis 3 Jahre) kann es durch den selbständigen Gang die Umgebung erforschen. Die noch unsicheren Bewegungen werden in dieser Zeit stabiler und flüssiger. Des Weiteren kommen neue Bewegungsarten hinzu, z.&nbsp;B. Treppe steigen, tragen oder balancieren.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="3_bis_6_Jahre">3 bis 6 Jahre</h3></div>
<p>In der <b>Vorschulzeit</b> (3 bis 6 Jahre) wird das Wachstum der Muskeln beschleunigt, demnach ergibt sich eine Zunahme von Ausdauer und Kraft. Das Kind wird geschickt und wendig, weshalb Bewegungs- und Geschicklichkeitsspiele besonders beliebt sind. Mit ungefähr 5 Jahren ist der Gleichgewichtssinn sehr weit, wodurch das Kind Rad- oder Rollerfahren kann.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="6_bis_12_Jahre">6 bis 12 Jahre</h3></div>
<p>Das <b>Schulkind</b> (6 bis 12 Jahren) hat eine besondere motorische Leistung zu erbringen, das Schreiben. Hier muss es lernen, nicht aus dem Unterarm, sondern aus dem Handgelenk zu schreiben, was durch häufiges Üben in vorerst kurzen Zeilen erlernt werden kann.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Psychomotorik" title="Psychomotorik">Psychomotorik</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-:1-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-:1_1-0">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.bkk-mobil-oil.de/kinderwelt/kinder-in-bewegung/motorikentwicklung.html"><i>Motorikentwicklung von Kindern.</i></a><span class="Abrufdatum"> Abgerufen am 27.&nbsp;Oktober 2019</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AMotorische+Entwicklung&amp;rft.title=Motorikentwicklung+von+Kindern&amp;rft.description=Motorikentwicklung+von+Kindern&amp;rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.bkk-mobil-oil.de%2Fkinderwelt%2Fkinder-in-bewegung%2Fmotorikentwicklung.html&amp;rft.language=de">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-:2-2"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-:2_2-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:2_2-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:2_2-2">c</a></sup></span> <span class="reference-text"><a href="Christoph_Steinebach" title="Christoph Steinebach">Christoph Steinebach</a>: <cite style="font-style:italic">Entwicklungspsychologie</cite>. Klett-Cotta, 2000, ISBN 978-3-608-91029-2, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>74–85</span> (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.google.de/books?id=r5ZwOi54XQUC&amp;printsec=frontcover&amp;dq=Entwicklungspsychologie+von+Christoph+Steinebach&amp;hl=de&amp;sa=X&amp;ved=0ahUKEwjblOLhk87lAhWEyqQKHe-EALQQuwUIMTAA#v=snippet&amp;q=Entwicklung%20der%20Motorik&amp;f=true">google.de</a> [abgerufen am 3.&nbsp;November 2019]).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Motorische+Entwicklung&amp;rft.au=Christoph+Steinebach&amp;rft.btitle=Entwicklungspsychologie&amp;rft.date=2000&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=9783608910292&amp;rft.pages=74-85&amp;rft.pub=Klett-Cotta" style="display:none">&nbsp;</span></span>
</li>
</ol></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
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